Schau, Herz,
hier ist doch,
was es braucht,
zum Glück:

Dein Haus ist sicher.

Keine Banden,
die marodierend nach dir trachten.

Hier wird dir nicht
aus Mangel an Substrat
der Boden,
der dich nährt,
entzogen.
Reichlich und billig:
wohin das Auge blickt
Energie für deine Atome.

Kein Mann
wirft zum Gebieter sich dir auf,
höchstens vielleicht:
ein anderer Mensch.

Du schlägst zu schnell?
Du holperst gar?
In Häusern rings sind viele, die sich
auf deine Körpersprache verstehn.
Sie können übersetzen,
was dir fehlt.

Reden wir ernst,
mein Herz,
du bist versorgt.

Du musst
um keine deiner Kammern bangen.
Und wirst durchströmt
von warmem Blut.

Was mehr kann es denn geben,
was Not tut?

Was hetzt dich nachts,
wenn alle Dörfler schlafen
mit Gliedern zuckend
durch die Heimatstadt?

Wogegen hast du Wüstenweite eingetauscht?
Was hat aus müdem Überlebenskampf
dich fortgeholt
um dich in grauen Kästen
auftragslos zu halten?

Was schmeichelt deiner Furcht
und gibt ihr recht:
abgestoßen von deinem Auge trauten Gestaden
hinaus aufs open water mit Myriaden
Anderer – im Blick den Horizont.

Um dann erneut zu kämpfen
auf schwankendem Boden,
denn der Konflikt reist mit.
In Herzen und Hoden.

Was hast gewonnen du
was hat dich hier erwartet?
Die Sicherheit der Haut.
Doch wie "entartet"
Die Nächstenliebe hier,
wie blaut,
die Tageshelle der Gemeinschaft dir,
wie wirst verdaut
du -
im fingerabdrucklosen Zahlenkraut.

Lass sein,
mein Herz,
und streng dich an:
denn ohne Leistung bringst du's hier
nicht weit.
Lern sofort alles.
Lieb was dir fremd.
Sei im Gewebe deiner schönen neuen Welt
ein Faden nur, wie jeder andre auch.
Lass fahren
bunte Farben, Düfte, Brauch.

Um dich, so wie du bist, zu retten
setztest aufs Spiel
dich gänzlich zu verlieren
und schafftest es
hier anzustranden.
Und stehst jetzt plötzlich
da
mit Aussicht
auf ganz niedre, fahle Memoranden.